Neue Co-Geschäftsleitung

Seit Juli 2025 teilen sich Anita Schlegel und Vedrana Žalac die Geschäftsleitung der Wogeno. Wir haben die beiden zum Interview getroffen und sie nach ihren Visionen für die neuen Rollen gefragt.

  • Wer seid ihr – und was bringt ihr an Erfahrung und Haltung mit in eure neue Rolle?

    Anita: Ich bin Anita Schlegel und seit elf Jahren hier. Ich bin Betriebsökonomin und habe viel Verschiedenes gemacht in meinem Leben. Ich kenne Zürich sehr gut, ich kenne die Leute, die Menschen in der Wogeno. Darum finde ich es lässig, wenn jetzt Vedrana kommt und vielleicht die Sachen anders sieht und neue Inputs bringt.

    Vedrana: Ich bin Vedrana Žalac, Planerin und Landschaftsarchitektin und seit 2025 Teil der Wogeno. Mein Herz schlägt für zwei Themen: gemeinnützigen Wohnungsbau und die Gestaltung von Freiräumen. Als Mitgründerin und Präsidentin einer Genossenschaft habe ich Erfahrung im Aufbau und in der Organisation gesammelt, derzeit absolviere ich eine Weiterbildung in NPO-Management. Besonders wichtig sind mir Teamarbeit, klare Kommunikation und Transparenz.

"Wir erweitern als Co-Geschäftsleitung unser Kompetenzfeld."

Anita Schlegel
  • Welche Chancen bietet eine Co-Geschäftsleitung?

    Anita: Wir erweitern unser Kompetenzfeld – ich bringe die ökonomische Sicht ein, Vedrana die planerische. So ergänzen wir uns super. Gemeinsam haben wir einen guten Rucksack und können unsere Stärken gezielt einsetzen.

    Vedrana: Ich sehe das genauso. Und wir können voneinander lernen. Anita bringt enorme Erfahrung mit, das ist ein Schatz. Durch den Austausch treffen wir bessere Entscheidungen und entwickeln uns als Team weiter.

    Anita: Hinzu kommen die Ressourcen: Wir arbeiten künftig je zu 60 Prozent, das schafft mehr Möglichkeiten in der Geschäftsstelle und gleichzeitig Raum für Teilzeit.

    Vedrana: Ich finde, diese Entscheidung repräsentiert auch genossenschaftliche Werte. Es geht um Zusammenarbeit, Vielfalt und darum, gemeinsam die Verantwortung zu tragen.

  • Unsere Genossenschaft lebt Selbstverwaltung. Was bedeutet das für euch – und wie wollt ihr sie weiter stärken?

    Anita: Selbstverwaltung heisst für mich die Leute befähigen, ihre Häuser eigenständig zu organisieren. Ich finde es nach wie vor eine wichtige Aufgabe, sie dort hin zu bringen, selbst bestimmen zu können. Das bringt Rechte, aber auch Pflichten mit sich. Unsere Aufgabe ist es, die Hausvereine zu begleiten und die Werte der Selbstverwaltung sichtbar zu machen, damit sie geschätzt und gelebt werden.

    Vedrana: Wohnen ist ein Grundbedürfnis – und die Möglichkeit, selbstbestimmt zu wohnen, ist ein Privileg. Das macht die Selbstverwaltung so wertvoll. Sie schafft Transparenz, stärkt Verantwortung und fördert Solidarität. Und wir merken auch, dass sich die Bedürfnisse wandeln, sie sind sehr unterschiedlich. Wir wollen flexibel bleiben, die Mitglieder unterstützen und so unsere Identität als Genossenschaft weiterentwickeln.

"Wohnen ist ein Grundbedürfnis – und die Möglichkeit, selbstbestimmt zu wohnen, ist ein Privileg."

Vedrana Žalac
  • Mit welchen Themen wollt ihr euch in den kommenden Monaten beschäftigen?

    Vedrana: Ich sehe drei Schwerpunkte: Erstens wollen wir die Rollen und Kompetenzen im gewachsenen Team der Geschäftsstelle klären und Prozesse weiterentwickeln. Zweitens liegt mir die Zusammenarbeit mit den Hausvereinen bei baulichen Massnahmen am Herzen – hier braucht es Transparenz und gegenseitiges Verständnis. Drittens möchte ich die Neubauprojekte aktiv begleiten.

    Anita: Mein Fokus liegt auf der Einführung und Übergabe von Themen an Vedrana. Und ihr auch den Rücken frei zu halten und bei Fragen zur Seite zu stehen. Daneben kümmere ich mich um Bewirtschaftung, Finanzen und das Tagesgeschäft. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der IT und Digitalisierung.

  • Worauf freut ihr euch besonders in dieser neuen Rolle?

    Anita: Ich freue mich besonders darauf, eine Sparringpartnerin zu haben. Wir können unterschiedliche Meinungen diskutieren und mit unseren Kompetenzen viel abdecken. Es ist ein gutes Gefühl, die Verantwortung zu teilen – und für mich persönlich auch schön, künftig etwas weniger zu arbeiten.

    Vedrana: In erster Linie freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Anita und dem ganzen Team. Ich bin wirklich begeistert, weil wir tolle Leute haben, die einen Beitrag leisten möchten. Und ich freue mich darauf, die Wogeno-Welt kennen zu lernen. Die wunderschönen Häuser, die Hausvereine und die Menschen dahinter.